Tag 116 auf dem E1 von Castelnuovo Scrivia nach Spineto Scrivia, 24.08.18

Audiotagebuch zum anhören

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GPX Datei von Castelnuovo Scrivia nach Spineto Scrivia zum runterladen

Nochmal zur Erklärung dieser komischen Ortsnamen, Scrivia ist ein Fluss, der den ganzen Orten den Namen gibt. Er ist im Moment trocken, aber im Prinzip wandern wir immer in seiner Nähe. Auch diese Tour ist wieder ein experimenteller Track, Erklärung siehe Vortag und Audiotagebuch.

Morgens waren wir schon um kurz nach 7:30 Uhr unterwegs vom Motel Autosole Vip. Alles groß und großzügig, leckere Sachen in der Snackbar, aber irgendwie ein Hauch von Puff. Nebenan ist ein LKW Parkplatz. Ansonsten aber eine gute Unterbringung!

Motel Autosole Vip bei Castelnuovo Scrivia

Zuerst ging es zurück in den Ort Castelnuovo Scrivia. Vorbei an einer alten Kapelle mit einem Mühlrad davor.

Mühlrad vor einer alten Kapelle

Dann in den Ort. Gestern war hier Markt, da konnte man die alten Gebäude garnicht sehen. Viele der Straßen sind ohne Gehweg und ohne jegliches Grün. Fahrradwege gibt es nicht.

Castelnuovo Scrivia
Am Marktplatz in Castelnuovo Scrivia
Die andere Seite des Marktplatzes in Castelnuovo Scrivia

Um kurz nach 9 Uhr kamen wir am Fluss Scrivia an. Leider ist er fast komplett ausgetrocknet. In seinem breiten, total zugewachsenen Bett fließt nur noch ein kleines Rinnsal im Betonbett. Ebenso der Nebenfluss.

Das Tal des Torente (Fluss, Bach) Scrivia ist zugewachsen und ausgetrocknet
Nebenfluss oder Hochwasserarm des Scrivia

Ein paar hundert Meter ging es neben dem ausgetrockneten Fluss her, dann kam die Sensation des Tages! Wir standen plötzlich vor einem uralten Schild mit der Aufschrift E1. Handgemalt. Hat hier vor Jahrzehnten jemand den Weg gekennzeichnet? Die Koordinaten sind im Bild, wenn jemand wissen will wo das ist.

Schild E1 am Fluss Scrivia, total verwittert, aber lesbar

Nun waren wir richtig beschwingt und gingen weiter. Endlich von der Straße weg, und vielleicht sogar auf dem echten E1. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich hier um den E1 handelt ist groß. Denn bereits nach ein paar Metern wurde der Bewuchs dichter, und nach ein paar hundert Metern ging nichts mehr. Brombeerbüsche so weit das Auge reicht. Alles komplett zugewachsen. Ein häufiges Bild des E1 in Italien. 🙁

Kurz bevor der Weg komplett zu ist mit dornigen Brombeerbüschen

Also den Weg zurück zur Hauptstrasse und dann wieder ein paar Kilometer an der Landstrasse. Ab 11:30 Uhr ging es dann parallel zur Hauptstrasse Richtung Autobahn und drunter durch. Vorher kamen wir noch an einem verfallenen Gutshof vorbei, wo wir ein gemütliches Päuschen im Schatten einlegten. Alte Autoreifen dienten uns als Sitze. 🙂

Verfallener Gutshof vor Tortona
Pause vor Tortona

Von hier aus war es nicht mehr sehr weit nach Tortona, einer mittelgroßen Stadt. Es gab etliche interessante Dinge zu sehen. Da wir auch einkaufen mussten für das bevorstehende Wochenende, wichen wir von Track ab und gingen komplett durch die Stadt. Dabei fiel auch noch ein leckeres Gelato Fragola ab. 🙂

Platz in Tortona
Alte Kirche mit goldener Statue auf der Spitze in Tortona

Aus Tortona raus ging es ein kurzes Stück Landstraße, dann bog unsere Zielstraße links ab. Was wir da noch nicht wussten, wir waren am falschen Ende der Strasse. Unser Ziel, die Villa Carmen, liegt am anderen Ende der Strasse in 3,5 km Entfernung. Also auf der heißen Straße, es war schon wieder über 30 Grad, durch Spineto Scrivia zum Ziel. Ein netter alter Ort, in dem gerade èine Beerdigungszeremonie in der Kirche begann. Hier ging es dann in der heißen Sonne auch die erste Steigung seit etlichen Tagen hoch. Die Berge haben uns wieder, oder wir sie?

Kurz vor Spineto Scrivia, die Berge sind wieder da.
Altes Festungsgemäuer gegenüber der Kirche in Spineto Scrivia

Jetzt war es nur noch ein letzter guter Kilometer bis zur Villa Carmen, aber der letzte Kilometer ist bekanntlich immer der längste.

2 Gedanken zu „Tag 116 auf dem E1 von Castelnuovo Scrivia nach Spineto Scrivia, 24.08.18“

  1. Hallo Rainer,

    weiterhin bewundere ich ( wie sicherlich viele weitere “Andere” deiner Wanderdoku) dein Durchhaltevermögen!
    Schau bitte, das du in der noch “warmen Zeit” wieder in Bochum bist ; ich spendiere dir dann
    am Ümminger See das größtes Eis , welches du je bekommen hast!

    Gruß

    Heinrich Nierhoff

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