Tag 119 auf dem E1 von Arquate Scrivia nach Ronco Scrivia oder der Hohlweg des Schreckens, 27.08.18

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GPX Datei von Arquate Scrivia nach Ronco Scrivia zum runterladen

Vorab. Bei dieser Etappe mussten wir die Streckenführung ändern. Es ging eigentlich nach Castagnola. Die einzige verfügbare Unterkunft war nicht zu erreichen. Die Webseite under construction, die Telefonnummer nicht erreichbar. Also sind wir den Anfang auf dem E1 gelaufen, und dann abgebogen zur S-Bahn nach Ronco Scrivia, und von dort mit der Bahn nach Busalla, wo wir eine Unterkunft gefunden haben. Von hier ging es dann am nächsten Tag wieder auf den E1. Auch das keine volle Etappe, da ich etwa in der Mitte zwischen Castagnola und Orero erst wieder auf den E1 kam.

Zum Hohlweg des Schreckens. Auf dem folgenden Bild sieht man einen Teil des Hohlweges, noch nicht einmal den schlimmsten Teil. An dieser Stelle, auf der vorletzten Etappe, habe ich das erste Mal ans Aufgeben gedacht. Der Weg war mörderisch steil und absolut unbegehbar. Wir mussten mehrfach die bis zu 2m hohen Seitenwände hochkrabbeln, und dann oben auf der Kante irgendwie durch den Wald. Oh Mann! Genauere Beschreibung in der Audiodatei.

Der Hohlweg des Schreckens an seinem Anfang. Er wurde steiler und absolut unbegehbar

Aber zum Anfang. Wir brachen gegen 8:30 Uhr von der Villa Stefania auf. Eine wirkliche alte Villa mit Flair, siehe Bericht am Vortag. Nach 1,5km waren wir zurück auf der Tour. Der E1 biegt steil ab, und es gibt sogar wieder eine uralte Markierung.

Uralte E1 Markierung in Arquata Scrivia

Die Bergetappe fing gleich gut an. Richtig steil auf einer schmalen Strasse. Ließ sich aber gut laufen. Gelegentlich auch mal eine Markierung. Auf dem Weg immer wieder Hinweisschilder der Mountainbiker. Sie fahren hier die E1-Trophy.

Rückblick nach Arquata Scrivia, es ist wieder bergig

Es ging immer abwechselnd bergauf und bergab. Mal im Wald, mal auf Wegen. Dann wieder ein Stück absolut zugewachsen. Wir mussten uns den Weg durch Farn- und Brombeerbüsche erkämpfen. Eine Machete wäre hilfreich gewesen.

Bei einer alten Kirche machten wir Pause. Dann ging es über Sottovale weiter. Wieder auf und ab, Wege mal gut mal weniger gut.

Richtung Sottovale
Bei Sottovale

Dann kam dieses schreckliche Stück. 200 Höhenmeter auf etwa 1km Weg. Der Hohlweg gefüllt mit Ästen und ganzen Bäumen, wir off grit um den Hohlweg herum, da keine Alternative vorhanden.  Um kurz nach halb drei hatten wir 13 km geschafft, in 6 Stunden. HORROR!

Der Weg nach Ronco Scrivia bog dann kurz danach ab. Danach war der Weg dann ganz brauchbar. Das letzte Stück gingen wir auf der Strasse hinab nach Ronco Scrivia. Nach 17 Uhr kamen wir an. Unser Zug hatte 30min Verspätung. Als er kam, noch ein paar Minuten Fahrt nach Busalla. Unser Hotel lag am anderen Ende des Ortes, also nochmal einen Kilometer quer durch Busalla zur Albergo Birra, einer Brauerei mit Hotel. Hier kamen wir völlig entnervt und hundekaputt kurz vor 19 Uhr an. 22 km Weg. Mir fehlen die Worte!

Jetzt noch ein paar Impressionen von der herrlichen Gegend, die gab es natürlich auch.

Der Hohlweg des Schreckens

3 Gedanken zu „Tag 119 auf dem E1 von Arquate Scrivia nach Ronco Scrivia oder der Hohlweg des Schreckens, 27.08.18“

  1. Hallo Rainer
    Ich bin mit nicht sicher , ob du meine letzte Mail erhalten hast. Da warst du im wahrsten Sinne des Wortes auf den Bergen “Bergfest” feiern.
    Nun hast du Genua erreicht. Was soll ich denn jetzt bloss beim Frühstück lesen. Ich habe deinen Blog durchgehend mit Interesse und Spannung verfolgt.
    Gedanklich bin ich auf den ganz leichten Strecken mitgelaufen. Was für Landschaften !!
    Bei Anstrengungen habe ich mich lieber an den Wegrand gesetzt und bin Bus gefahren. Ich hoffe, du nimmst mir meine scherzhaft gemeinte Begleitung nicht übel.
    Du kannst soo stolz auf dich sein!!!!
    Der Weg ist das Ziel und jetzt hast du dein Ziel erreicht .
    Ich freue mich sehr , dass sich für dich ein großer Traum verwirklicht hat.

    1. Hallo Ute.

      Ich freue mich, dass du immer noch dabei bist. 🙂 Und natürlich habe ich deinen letzten Kommentar hier erhalten. Ich dachte, ich hätte auch geantwortet. Aber manchmal ist das mit der Technik nicht so besonders von unterwegs, da hakt auch schonmal was.
      Deine Einstellung mit dem Wegesrand verstehe ich gut, hätte ich auch gerne gemacht. Nur würde ich dann dort immer noch sitzen, also bin ich weitergelaufen. 😉
      Im Winter fahre ich irgendwo in die Sonne zum wandern, und am 1 . Mai 19 geht es hier weiter mit Berichten. Die Wege hier in Italien sind leider zu kaputt, ich werde hier erstmal nicht mehr weitergehen. Vielleicht reparieren sie sie ja mal irgendwann, dann komme ich wieder. Bis dahin sind die anderen Fernwanderwege dran. Nächstes Jahr vielleicht der E9 von Belgien nach Littauen. Immer flach an der Küste entlang.
      Ich freu mich aber auch, wenn du einfach mal zwischendurch was von dir hören lässt und eine Email schreibst.

      Bis dann … Rainer

    2. Hi Ute,

      nochmal ich. Unter dem Beitrag von Tag 56 steht meine Antwort auf deinen Kommentar, unter deinem Beitrag. Ich hoffe, du hast die Benachrichtigungsfunktion eingeschaltet.

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