{"id":1052,"date":"2018-06-08T19:41:27","date_gmt":"2018-06-08T17:41:27","guid":{"rendered":"http:\/\/wandern.minnerop.de\/?p=1052"},"modified":"2018-06-08T19:50:26","modified_gmt":"2018-06-08T17:50:26","slug":"tag-40-auf-dem-e1-von-der-fuchskaute-nach-bad-marienberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wandern.minnerop.de\/?p=1052","title":{"rendered":"Tag 40 auf dem E1 von der Fuchskaute nach Bad Marienberg"},"content":{"rendered":"<p>Ich bin jetzt in der Jugendherberge Bad Marienberg. Hier gibt es kostenpflichtiges und teures WLAN f\u00fcr 1\u20ac\/Std. Aber leider kann man keine Dateien hochladen.<\/p>\n<p>Morgens ging es bei diesigem Wetter und leichtem Nieselregen los. Es geht zuerst ein St\u00fcck auf dem gleichen Weg wieder zur\u00fcck, auf dem ich am Vortag gekommen war. Eigentlich h\u00e4tte ich mir die Fuchskaute sparen k\u00f6nnen. Es gibt dort lediglich eine Aussicht auf etwa 10 Windr\u00e4der und die davorliegende Hauptstra\u00dfe. Wer schlau ist spart sich dies unn\u00f6tige St\u00fcck Weg und das teuerste Hotel, das ich auf \u00a0meinem Wege bisher hatte. Zum Ausgleich f\u00fcr den hohen Preis war der Service schlecht. Also warum dort hinlaufen?<\/p>\n<p>Es ging dann eine Weile bergab \u00fcber Felder und Wiesen, auch an \u00a0einem Gehege mit Rehen vorbei. Nach einem St\u00fcck Landstra\u00dfe bog der Weg ab zum Salzburger Kopf. Ein kleines Skigebiet mit Lift und H\u00fctte. Es regnete jetzt recht heftig und ich stellte mich in der Talstation des Liftes unter. An der Bergstation traf ich dann einen Handwerker des Vereins, der die Skih\u00fctte ehrenamtlich betreut. Er erz\u00e4hlte mir, dass die Fuchskaute vor zwei Jahren den Besitzer gewechselt h\u00e4tte, und man seit dem nichts Gutes mehr von dem Hotel h\u00f6ren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Nachdem ich gestern durch Lippe gelaufen war, wunderte ich mich jetzt nicht mehr, dass ich erst nach Salzburg und dann nach Hof kam. Hier im Westerwald scheint die Geographie auf dem Kopf zu stehen und eine eigene Plattentektonik zu herrschen. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Hinter Hof traf ich auf zwei Monteure. Sie hatten sich in ihr Auto verzogen, da es immer noch leicht regnete. Sie waren dabei ein riesiges Windrad zu reparieren. Sie hatten au\u00dfen am Turm eine Plattform, von der aus Sie einen Fl\u00fcgel des Windrades mir Kunstharz reparieren wollten. Das geht nur, wenn das Material trocken ist. Ein Blitz hatte in das Windrad eingeschlagen und ein St\u00fcck aus dem Fl\u00fcgel gesprengt und die Steuerelektronik in Rauch verwandelt.<\/p>\n<p>Es ging dann noch \u00fcber einige H\u00fcgel und an kleinen Orten vorbei bis zum St\u00e4dtchen Bad Marienberg. Hier musste aber erst noch ein kurzer steiler Anstieg zur Marienquelle erklommen werden. Die Quelle soll in der Vergangenheit Wunder vollbracht haben. Es wurde deshalb dort eine kleine Marienstatue in einer Wandkapelle aufgestellt. Da das ja nie schaden kann, habe ich von der Quelle einen Schluck getrunken. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Im Laufe der Wanderung habe ich weiter dar\u00fcber sinniert, wie das so ist mit der Reiz\u00fcberflutung bei so einer Wanderung. Ich taumele von einem Highlight und von einer tollen Aussicht zur anderen. Dabei fiel mir in den letzten Tagen auf, dass ich immer l\u00e4ngere Strecken mit gesenktem Kopf &#8222;Kilometer fresse&#8220; und manchmal garnicht mitbekomme wo ich laufe. Ein Gegenmittel ist die bekannte Methode sich abends den Tag noch einmal ins Ged\u00e4chtnis zu rufen und die tollen Momente noch einmal zu durchleben. Das macht sie bewusster und erzeugt ein Gef\u00fchl von Wohlbehagen. Meine Methode das zu machen ist u.a. dieser Blog. Hier erlebe ich den Tag noch mal.<\/p>\n<p>Seit zwei Tagen mache ich noch etwas anderes. Es gibt hier im Westerwald riesige herrlich bunt bl\u00fchende Wiesen. Aber was sind das alles f\u00fcr Blumen die da am Wegesrand bl\u00fchen? Zuerst habe ich sie einfach fotografiert, und versucht mir zu merken, welche ich schon gesehen habe und welche nicht.<\/p>\n<p>Dann las ich einen Artikel bei Heise-online, dass es jetzt Google Lens als App f\u00fcrs Handy gibt. Man h\u00e4lt die Kamera auf eine Pflanze, eine Sehensw\u00fcrdigkeit oder sonst was, \u00a0und Google schaut dann in seinem Googleversum nach was das ist, Internetverbindung vorausgesetzt. So habe ich dann viele Blumen heute katalogisiert und wollte sie hier jeweils einf\u00fcgen. Geht aber heute nicht, da dies WLAN das nicht hergibt. Ich war sehr erstaunt wie wenige Pflanzen ich kannte, und wie \u00e4hnlich manche sich sind. Jetzt laufe ich wieder viel langsamer und bewusster meine Wege. Ich habe alle Zeit der Welt und kann mir die Tr\u00f6deleien erlauben.<\/p>\n<p>Die einzigen, die mich sehr gest\u00f6rt haben waren die Stechfliegen. Sobald ich anhielt st\u00fcrzten sie sich auf mich. Ich habe Unmengen erschlagen. Leider habe ich nicht immer alle sofort erwischt, oder konnte mich beim Knipsen nicht um sie k\u00fcmmern. Deswegen habe ich etliche erst erwischt, als sie schon Blut gesaugt hatte. Meine Arme, die Beine und der Nacken waren deswegen blutverschmiert. Ich habe bestimmt merkw\u00fcrdig ausgesehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich bin jetzt in der Jugendherberge Bad Marienberg. Hier gibt es kostenpflichtiges und teures WLAN f\u00fcr 1\u20ac\/Std. Aber leider kann man keine Dateien hochladen. Morgens ging es bei diesigem Wetter und leichtem Nieselregen los. Es geht zuerst ein St\u00fcck auf dem gleichen Weg wieder zur\u00fcck, auf dem ich am Vortag gekommen war. 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