Tag 12 auf dem E9, Etappe 9, (eigentlich 10) von Dangast nach Schweiburg = 18,1km

Start in Dangast an der Promenade

Hier endete die letzte Etappe vorgestern. Heute also mit Bahn und Bus wieder an diese Stelle. Das war ein Tag, an dem ich wieder länger gefahren bin als gewandert. 🙁

Dafür war das Wetter herrlich sonnig und dieser ostfriesische Himmel ist atemberaubend. Ostfriesland geht hier so langsam zu Ende und wird? Ja, was wird es dann? Einfach nur Niedersachsen? Wesermarsch? Auch noch nie gehört. Reisen bildet! Wie auch immer. So grottenschlecht wie die Logistik der Fortbewegung hier ist, so grandios ist der blaue Himmel mit ein paar Wolken dran.

Strandcamping Dangast

Aus Dangast raus ging es gleich an den Deich, und dann fast immer dahinter längs. Hier erreichte mich recht früh der Anruf von Wanderfreund Hubert. Er wollte wissen, wie es mir ginge, und wo ich denn sei. Wie es mir ging war schnell erklärt, aber WO ich war, war nicht so einfach. Ich war hier:

Niemandsland am Ende von Ostfriesland

Das ist, von den Landmarken her gesehen, sehr übersichtlich in der Beschreibung.  Vielleicht: irgendwo hinter’m Diek? Oder: kurz vor dem Ende der Welt? 😉

Nach ein paar Kilometern tauchte dann eine Abwechslung auf, das Mündungsschöpfwerk Vareler Siel. Hier wird das überflüssige Süßwasser über den Deich ins Meer gepumpt.

Mündungsschöpfwerk Vareler Siel

Dahinter noch ein kleiner Hafen.

Kleiner Hafen am Vareler Siel

Jetzt ging es weiter am Deich entlang. Irgendwann stand ich vor dem nächsten Mündungsschöpfwerk, aber diesmal hieß es Jade. Hier wird der Bau erweitert. Dort wo vorher der E9 lief, stehen jetzt Gebäude und es werden riesige Rohrleitungen verlegt. Also abbiegen zur Hauptstraße, dann parallel zum Deich, und an der nächsten Abzweigung wieder zurück zum geliebten Deich.

An diesem Mündungsschöpfwerk Jade ist der E9 durch Baumaßnahme zugebaut
Hinter den Bäumen ist der Weg unterbrochen.

Nachdem ich dann wieder eine Weile den Deich und den Himmel darüber bewundert hatte, lenkte mich ein kleines Schild ab. Darauf stand, dass es in der Campingplatzgastronomie Kaffee und Kuchen gab. Der Platz lag direkt am Weg, hinter der Hecke. Ich folgte dem Lockruf und saß bald windgeschützt bei herrlicher Sonne und Kaffee und Kuchen und genoß das Leben. 🙂

Von hier waren es noch knapp 2km bis zum Ziel, dann begann die Weltreise zurück mit Bahn und Bus durch Ostfriesland von Schweiburg nach Wilhelmshaven. Das ist echter Abenteuerurlaub! 😉

Leute, die ihr wie ich in der Großstadt lebt, oder in der Schweiz. Ihr macht euch keine Vorstellung davon wie grottenschlecht öffentlicher Nahverkehr sein kann. Wir sind echt privilegiert!

Das Etappenziel

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